(Überraschende) Funde im Altar nach Renovierung

n den letzten Jahren mussten zunehmend Schäden im unteren Bereich der Serpentinsteinverkleidung des Altars und im Basisbereich des Taufsteines von 1866 in der Taufnische der Trinitatiskirche festgestellt werden. Um weitergehende Schäden zu vermeiden, entschloss sich der Kirchenvorstand, die Winterpause, in der die Gottesdienste sowieso im Gesmeindesaal stattfinden, zu nutzen, um die notwendigen Restaurierungsarbeiten vorznehmen. So wurde Anfang Februar 2003 von der Firma Anke und Jahn Grossmann in Radebeul der Aufbau des Altars demontiert und sichergestellt. Urkunde

Danach begann die Firma Scheunert, Steinmetzwerkstatt in Stollberg, mit dem Abbau des Altarblockes. Dabei wurde am 11.02.2003 im Altar eine 36 x 22,8 x 3,9 cm große Kassette, dem Anschein nach aus Zinkblech, in doppelwandiger Ausführung, aufgefunden. Nach vorheriger Ankündigung wurde dann diese Kassette nach dem Gottesdienst am 23.02.2003 unter großer Teilnahme der Gemeinde und von Vertretern der Öffentlichkeit geöffnet und ihr Inhalt vorgewiesen. Als wichtigster Fund kann eine 57seitige im Format 34,5 x 21 cm abgefasste Handschrift gelten, die inhaltlich von dem Bürgerschullehrer Hermann Canitz aus Chemnitz entworfen und von Joh. C. Maxim. Grüßler aus Dresden, Copist beim K. Bezirksgerichte Chemnitz, unter dem Datum 20. October 1866 in Hilbersdorf geschrieben worden ist. Sie enthält im Wesentlichen einen Bericht von den Vorbereitungen und dem Bau der Trinitatiskirche sowie Angaben zu zeitgeschichtlichen Verhältnissen. Dieser Handschrift sind 4 handschriftliche "Copien" beigefügt, die in jeweils wenigen Seiten frühere Dokumente aus den Jahren 1675, 1737 und 1816 darbieten, deren Originale sich wahrscheinlich in dem Grundstein der Kirche befinden. Inhaltlich geht es dabei vorwiegend um Bauprobleme des Kirchturmes der alten Katharinenkirche, kurze zeitgeschichtliche Angaben und ein Gedicht zur Glockenweihe 1866. Weiterhin in der Kassette enthalten waren: ein Chemnitzer Adressbuch von 1866; eine gedruckte Predigt von Hofprediger und Kirchenrath Dr. Bernh. Adolph Langbein aus Dresden zur 100jährigen Jubelfeier der neuen St. Johanniskirche in Chemnitz am Reformationsfeste 1856; eine Armenhaus=Ordnung im Bezirke des Königlichen Gerichtsamtes Chemnitz 1859; verschiedene Zeitungen von 1866 und einige gedruckte Schriften zu Schulereignissen 1864 und 1866. (Ein genaues Verzeichnis der Funde ist im Pfarramt einsehbar.)

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