Die aktuelle Andacht online

Angedacht

Liebe Leser*innen der Kirchennachrichten,

Zimtsterne auf dem Küchentisch, Strohsterne in grünen Zweigen, Papiersterne am Fenster, Zimbelsterne in der Kirche, Lichtersterne in den Kaufhäusern – unsere Advents- und Weihnachtszeit ist voller Sterne, die wir schmecken, sehen, hören! Alle Sterne, die uns in diesen Tagen leuchten, sind inspiriert vom Stern von Bethlehem. Im zweiten Kapitel des Matthäusevangeliums sagen die sternenkundigen Weisen aus dem Morgenland: „Wir haben seinen Stern aufgehen sehen“.
Aktuelle AndachtSo deutlich habe ich mir das noch nie klargemacht, dass die Weisen von seinem Stern sprechen. Hier komme ich ins Stutzen. Sein Stern? Mein Bibelkommentar informiert mich über damalige Vorstellungen, dass jeder Mensch einen eigenen Stern habe.
Unter welchem Stern steht unser Leben? Sicherlich und hoffentlich gibt es schöne und ge lingende Abschnitte. Entscheidungen, die sich als richtig erweisen. Begegnungen mit Menschen, die bereichern. Aber das ist ja nur die eine Seite. Was ist mit den Ängsten, die immer wiederkommen? Dem Streit in der Familie? Den tragischen Erfahrungen? Und unter welchem Stern steht unsere Zeit mit all den gesellschaftlichen Herausforderungen?
Nicht zu schweigen von den Aufgaben, vor denen die sächsische Kirche und wir in den Gemeinden stehen… Der Stern Jesu. Am Lebensbeginn des Neugeborenen standen auch schwierige Umstände: die Geburt im Stall, der misstrauische König Herodes, die Flucht nach Ägypten. Und später dann, am Ende eines kurzen Lebens, stand der Tod am Kreuz. Die Sonne, der Stern unseres Planeten, verfinsterte sich, als Jesus starb.
Dennoch gehört dieser gute Stern zu Jesus. Kurt Marti spielt in einem Gedicht mit dem Wort Ostern und beginnt es so: „ostern o stern“. Ja, an Ostern wird der gute Stern sichtbar! Unser aller Stern. Der Tod, unser Sterben, wird von Jesu Leben und Sterben, von O-Stern beleuchtet. Unter diesem Stern leben wir. Ich führe das Wortspiel mit Augenzwinkern fort: Er leuchtet uns, auch im Fin-Stern. In unser Ge-Stern leuchtet der Stern, ebenso ist es mit dem Morgen. In manchen Liedern besingen wir den Morgen- Stern.
Auch wenn es Zeiten geben mag, die nicht wirklich unter einem guten Stern zu stehen scheinen, ist Jesus unser aller guter Stern, unter dem wir leben. Ich wünsche Ihnen, dass Sie davon etwas spüren, wenn Sie in diesen Tagen mit allen Sinnen die vielen Sterne schmecken, sehen und hören.


Herzlich grüßt Sie zur Adventszeit und zum Christfest
Ihre Pfarrerin M. Herbst

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